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Themenartikel Juli

Datenversorgung EBuLa über Funk ist produktiv

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Das Verfahren zur Führerraumanzeige des Fahrplans "Elektronischer Buchfahrplan und Langsamfahrstellen (EBuLa)" steht allen Eisenbahnverkehrsunternehmen zur Verfügung. Durch die Datenversorgung über GSM-R ergeben sich viele Vorteile.

Mit EBuLa-Funk als technologische Weiterentwicklung des Verfahrens "Elektronischer Buchfahrplan und Langsamfahrstellen" (EBuLa) bietet die DB Netz AG eine innovative Lösung zur Vereinfachung der Bereitstellung von Fahrplandaten an. 

Für die pünktliche und sichere Durchführung der Zugfahrt benötigt der Triebfahrzeugführer spezifische Unterlagen mit Informationen über die Strecke. Hierzu zählen die jeweils zulässigen Geschwindigkeiten und die Eigenschaften des Zuges, die bei der Fahrplankonstruktion berücksichtigt wurden. Bisher musste sich der Triebfahrzeugführer die für die Zugfahrt relevanten Informationen aus einer Vielzahl von gedruckten Buchfahrplänen zusammenstellen.

Mit der Führerraumanzeige des Fahrplans mittels Verfahren „Elektronischer Buchfahrplan und Langsamfahrstellen (EBuLa)“ bietet die DB Netz AG Ihnen als Kunde ein Verfahren zur Beendigung dieser zeitaufwändigen und papierintensiven Vorgehensweise.

Seit 2002 ist EBuLa als Regelverfahren zur Führerraumanzeige des Fahrplans eingeführt. Die Datenversorgung erfolgte über spezielle EBuLa-Karten, die zu Beginn jeder Dienstschicht aktualisiert werden mussten.

2008 wurde ein neues Verfahren zur Datenversorgung der Triebfahrzeuge in Betrieb genommen: EBuLa-Funk.

Alle in das Verfahren einbezogenen Zugfahrten im Netzfahrplan erhalten ihre aktuellen Fahrpläne ausschließlich über GSM-R, den digitalen Funk der DB Netz AG.

Um auch auf Strecken ohne GSM-R-Ausleuchtung die Datenversorgung von EBuLa abzusichern, wurde mit einem öffentlichen GSM-Anbieter ein entsprechendes Verfahren aufgebaut. Dieses „National Roaming“ wurde vom EBA zugelassen.

Vorteile von EBuLa-Funk für Sie als Kunde

  • Der Triebfahrzeugführer hat alle für ihn relevanten Fahrplandaten auf einem Display immer sofort im Blick. Die Aufmerksamkeit des Triebfahrzeugführers kann sich ganz auf die Beobachtung des Fahrwegs konzentrieren.
  • Für die Zugfahrten im Gelegenheitsverkehr wird EBuLa-Funk im Laufe des Jahres 2009 einsetzbar sein und bietet dann einen weiteren Vorteil: Ab dem Zeitpunkt, ab dem die Buchfahrplandaten der bestellten Zugfahrt auf dem Funkserver liegen, können sie durch den Triebfahrzeugführer abgerufen werden. Das bedeutet für Sie, dass von Ihnen bestellte Leistungen sofort nach Vorlage eines gültigen Fahrplans auch gefahren werden können. Damit entfallen aufwändige technische und organisatorische Maßnahmen, um den Fahrplan an den Triebfahrzeugführer zu übergeben.
  • Durch das neu eingeführte Verfahren EBuLa-Funk entfällt die Aktualisierung der EBuLa-Karte an speziellen Terminals.
  • Durch „National Roaming“ ist gewährleistet, dass in ganz Deutschland eine Aktualisierung der Fahrplandaten erfolgen kann.
  • Die umfängliche Buchfahrplanbibliothek und deren Aktualisierung auf jedem Triebfahrzeug entfallen.
  • Die Datenbereitstellung und die Übertragungskosten auf die Bordgeräte werden von der DB Netz AG getragen und sind somit kostenlos für Sie als Kunden der DB Netz AG.

Technische Voraussetzungen von EBuLa-Funk

Um EBuLa-Funk auf Ihren Triebfahrzeugen zu nutzen sind einige technische Voraussetzungen notwenig:

  • Ihr Triebfahrzeug benötigt je Führerstand ein EBuLa-Bordgerät mit Aktivierung für EBuLa-Funk. Viele Triebfahrzeuge verfügen bereits über ein integriertes EBuLa-Bordgerät.
  • Das EBuLa-Bordgerät muss für das jeweilige Eisenbahnverkehrsunternehmen durch Zuordnung zu einem „EBuLa-Nutzer“ autorisiert werden.
  • Zusätzlich zu dem EBuLa-Bordgerät wird ein zertifiziertes GSM-R-Funkgerät benötigt. Um das EBuLa-Bordgerät mit dem GSM-R-Funkgerät zu verbinden, benötigen Sie eine einfache Kabelverbindung.

Ausblick für das Verfahren EBuLa

Bisher visualisiert EBuLa nur die Daten des früheren gedruckten Buchfahrplans. Das Verzeichnis der Langsamfahrstellen muss noch als Heft mitgeführt werden. Zurzeit erprobt die DB Netz AG auch die Integration der La-Hefte um EBuLa komplett ausnutzen zu können.

Dazu läuft eine umfängliche Betriebserprobung. Die Stufe I der Betriebserprobung wurde im Februar/März 2009 bei der S-Bahn Stuttgart erfolgreich durchgeführt. Der Großteil der einbezogenen Triebfahrzeugführer sprach sich für die Fortsetzung der Aktivitäten aus. Die Auswertung ist abgeschlossen, die Änderungswünsche sind beauftragt. Zur Zeit ist die Stufe II in Planung. Dabei wird das Testgebiet um ausgewählte Teilnetze mit ausgewählten Fahrzeugen bei weiterer Eisenbahnverkehrsunternehmen erweitert.  

Des weiteren wird für Zugfahrten im Gelegenheitsverkehr im Laufe des Jahres 2009 die Datenversorgung über EBuLa-Funk mit Fahrplandaten begonnen. Dabei beträgt die Vorlaufzeit noch ca. 48 Stunden. Ab ca. März 2010 wird das Verfahren bezüglich der Zeit zwischen Bestellung und Veröffentlichung optimiert. Dann ist eine Datenversorgung unter 5 Stunden möglich. Die Buchfahrplandaten können dann technisch sowohl für Züge des Netzfahrplans wie für Züge des Gelegenheitsverkehrs übertragen werden. 

Eine weitere aktuelle Entwicklungsrichtung von EBuLa ist die Absicherung der Interoperabilität. Als Pilotlösung zur Umsetzung des im Entwurf vorliegenden UIC Merkblattes 612-05 „Electronic Timetable Display (ETD)“ werden ab Dezember 2009 alle DB-Fahrzeuge im Netz der ÖBB-Infrastruktur über EBuLa mit Fahrplandaten versorgt. Eine ähnliche enge Zusammenarbeit besteht mit den Tschechischen Bahnen. 

Für Fragen steht Ihnen die EBuLa-Systemstelle oder Ihr jeweiliges Kundenmanagement gerne zur Verfügung!

In dem folgenden Flyer stehen für Sie alle wichtigen Informationen zum Downloaden bereit.

Informationsflyer EBuLa-Funk (Stand: April 2009)

Dateiformat: PDF

Dateigröße: 0,35 MB

Letzte Aktualisierung: 23.06.2010

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